Fruchtstück

#6 – Schlösser und Gärten Potsdam

Nach einer weiteren Nacht auf dem Stellplatz in Köpenick

haben wir den zweiten Tag unserer Reise Richtung Berlin nicht in Berlin sondern in Brandenburg, genauer gesagt in Potsdam, verbracht.

Ohne wirklich viel Vorbereitung haben wir gedacht, wir fahren mal nach Potsdam und schauen uns Schloss Sanssouci an. Dass daraus dann ein komplett gefüllter Tag wurde, war uns so nicht klar.

Aber fangen wir erst einmal mit der Anfahrt an. Wenn man sich auf der Webseite zu den Schlössern informiert, stellt man schnell fest, dass die Parkplatzsituation für Wohnmobile eigentlich eher mau ist und dass man viel Geld für einen der wenigen offiziellen Parkplätze bezahlen muss (10,-€ für die ersten vier Stunden und danach pro Stunde 2,-€).

Doch wofür haben wir einen unauffälligen Kastenwagen als Wohnmobil. Mit diesem ist es ja problemlos möglich auch in den Wohngebieten zu parken. Wir haben also südlich vom Schloss Sanssouci in der Nansenstraße gehalten. Aber auch in der Lennéstraße wären genügend Plätze frei gewesen.

Von dort hat man zwei direkte Eingangsmöglichkeiten in den Park, einmal den Eingang von der Straße „Am Grünen Gitter“, wo man direkt auf das Schloss zuläuft oder aber beim Café Eden.

Wer Fahrräder dabei hat, sollte diese nutzen, denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind jeweils mehrere Kilometer. So gibt es z.B. eine gute Möglichkeit zwischen dem Neuen Palais und dem Schloss mit dem Fahrrad zu fahren (Einzelstrecke ca. 2,5km). Wir wussten das leider nicht und haben alles zu Fuß gemacht. Im direkten Bereich des Parks ist allerdings Fahrradfahren nicht erlaubt.

Als wir dann im Ticketoffice von Schloss Sanssouci standen und eigentlich nur das Ticket zur Schlossbesichtigung (12,-€/Person) erwerben wollten, fragte die nette Dame an der Kasse uns, ob wir nicht auch noch das Neue Palais, die Schlossküche etc. besichtigen möchten. Das Kombiticket würde nur wenig mehr kosten (19,-€/Person). Nach kurzer Überlegung haben wir das dann gemacht und so wurde es ein längerer Besichtigungstag.

Man kann für 3,-€ eine Fotolizenz für rein private Zwecke (keine Veröffentlichung) erwerben. Wir haben das leider nicht gemacht. In Anbetracht der vielen möglichen Orte zur Besichtigung und der Schönheit der einzelnen Schlösser haben wir uns schlussendlich darüber aber geärgert.

Aufgrund der Besuchermassen gibt es bei Schloss Sanssouci definierte Einlasszeiten, die man beim Ticketkauf mitgeteilt bekommt. Gleiches gilt auch beim Neuen Palais. Da aber der Andrang am „Neuen Palais“ deutlich geringer ist, lohnt es sich dort anzufangen und auch dort die Tickets zu kaufen, damit man einfach etwas Zeit gewinnt. Beim nächsten Mal sind wir klüger.

Da unsere frühestmöglich Einlasszeit für Sanssouci erst in ein paar Stunden war, sind wir zuerst zum Neuen Palais gelaufen. Obwohl unsere dortige Einlasszeit noch nicht erreicht war, konnten wir direkt rein und die Besichtigung starten. In allen Gebäuden bekommt man einen Audioguide mit ausführlichen Erläuterungen. Es drängelt keiner, so dass man sich für die Besichtigung so viel Zeit nehmen kann, wie man möchte.

Wir fanden das Neue Palais deutlich beeindruckender als das Schloss Sanssouci. Das liegt unter anderem an den beiden prächtigen Säalen, dem Grottensaal und dem Marmorsaal direkt darüber.

Auf der gegenüberliegenden Seite vom Neuen Palais gibt es dann in fast schon schlossartigen Gebäuden die Küche (im Vordergrund) und das Bedienstetenhaus. Auf jeden Fall musste das Essen aus der Küche einen weiten Weg zurücklegen, bis es auf den Tellern im Neuen Palais war.

Nach einer kleinen Stärkung in der Nähe des Neuen Palais ging es dann zum Schloss Sanssouci zurück, wo wir vor der eigentlich Schlossbesichtigung noch die Schlossküche anschauen konnten.

Nach der Schlossbesichtigung stand dann noch die Historische Mühle auf dem Programm.

Man konnte in der Mühle auf die Plattform im Obergeschoss gehen. Die Windmühlenflügel drehten sich recht flott. Durch zwei Seile war der Bereich, in dem die Flügel über die Plattform liefen, abgesperrt. Die Größe der Flügel ist, wenn man direkt daneben steht, schon respekteinflößend.

Auf dem Rückweg vom Neuen Palais zum Schloss hatten wir eine große Anzahl von Schauhäusern im angrenzenden botanischen Garten gesehen. Da mussten wir natürlich auch noch hin. Aber zuvor war auf dem Weg dahin noch schnell eine Besichtigung des Schlosses Neue Kammern im Programm.

Da es bereits 16:00 Uhr war und die Schauhäuser im botanischen Garten nur bis 17:00 Uhr offen hatten, war es leider nur ein kurzer aber lohnenswerter Rundgang (2,-€/Person).

Nach den Schauhäusern ging es dann Richtung Ausgang, nicht aber ohne noch vorher beim Chinesischen Haus vorbeigeschaut zu haben, dessen Besichtigung natürlich auch in den erweiterten Tickets inkludiert ist.

Dann sind wir über den Ausgang Café Eden wieder zu unserem Fruchtstück gelaufen und haben uns auf den Heimweg gemacht. Aus dem kurzen Schlossbesuch ist eine etwas längere Besichtigungsaktion geworden, die sich aber absolut gelohnt hat.

 

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