Fruchtstück

#26 – BUGA 2019 und Heilbronn

Die Bundesgartenschau ist eine Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet. Der Veranstaltungsort für 2019 ist die Stadt Heilbronn. Auch in Heilbronn wurden in der Vorbereitungszeit zur Bundesgartenschau viele Veränderungen im Stadtbild vorgenommen und ein ganz neuer Stadtteil geschaffen, der später, nach dem Ende der Bundesgartenschau noch deutlich erweitert werden soll.

Aber von vorn. Aufmerksam sind wir auf die Veranstaltung in einer Reisemobilzeitschrift geworden. Somit hatten wir für dieses Jahr ein weiteres Ziel für einen Kurztrip. Weil wir die Veranstaltung einfach genießen wollten, haben wir uns zwei Tage für die Gartenschau, einen Tag für Heilbronn und noch einen Tag für die Umgebung reserviert.

Die Anreise erfolgte dann sogar noch etwas früher – wir hatten die Möglichkeit einige von den fast 500 Kilometern schon am Samstagabend zurückzulegen. Das allerdings mit recht geringem Fahrspaß, da es die ganze Zeit aus Kübeln geschüttet hat. Aber zum Schluss kam doch noch die Sonne durch und es gab einen tollen Himmel.

Unser Zwischenziel war ein kleiner, schön gelegener kostenfreier Stellplatz in der Nähe des Yachthafen im Niestetal bei Kassel, wo wir die erste Nacht verbrachten.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Heilbronn. Für die BUGA haben die Veranstalter zwei neue Stellplätze geschaffen. Dies sind der Stellplatz Theresienwiese für 15,-€ (Strom als Service verfügbar; kein Wasser, kein Abwasser) und der Übernachtungsplatz Wohlgelegen für 10,-€. Auf dem Platz Wohlgelegen, der einfach nur ein großer geschotterter Parkplatz ist, auf dem auch die normalen PKW parken, gibt es keinerlei Service.

Da wir aber für einen so kurzen Zeitraum keinen Service benötigen, haben wir uns für den Platz Wohlgelegen entschieden. Der zugewiesene Parkbereich für den Tag ist genau gegenüber einer Spedition die auch nachts arbeitet. Dadurch ist es ziemlich laut. Man hat uns aber angeboten, dass wir jeweils für die Nacht gern am anderen Ende parken dürfen. Das Angebot haben wir dann schlussendlich auch angenommen und die Nacht war dann auch entsprechend ruhig und erholsam.

Durch das frühe Eintreffen Sonntagmittag hatten wir den ganzen Tag noch vor uns. Die Sonne schien, die Temperaturen waren hoch, aber noch angenehm. Also Fahrräder raus und in 10 Minuten waren wir in der Innenstadt von Heilbronn.

Unser Stadtrundgang startete am Bollwerksturm

und führte uns entlang am Neckar, vorbei Science Center Experimenta

dem „One Man House“

und dann in die Fußgängerzone

zur Kilianskirche.

Hier kann man den Turm über eine enge Wendeltreppe mit 200 Stufen besteigen. Belohnt wird man mit einer super Aussicht.

Am Rathaus vorbei ging es dann schlussendlich nach einem kleinen Zwischenstopp in einem Eiscafé zurück zum Stellplatz, wo wir den Abend mit einem leckeren Essen und Wein ausklingen lassen haben.

Am nächsten Tag ging es dann auf die BUGA. Der Eingang Wohlgelegen befindet sich direkt am Parkplatz, so dass wir nur ein paar Meter gehen mussten.

Nachfolgend nun ein paar Impressionen der prächtigen Blütenpracht.

Natürlich gibt es auch einige Themenpavillons, die einen Besuch lohnen.

Auch die Technik hatte ein Problem mit der großen Hitze.

Aber auch das ganze Gelände ist schön gestaltet.

Die Brücken sind großzügig mit Blumen geschmückt.

Die Wege am Neckar laufen zum Teil auf neu angelegten Stegen.

Man kann die BUGA jeder Zeit temporär verlassen (Stempel auf den Arm geben lassen), zurück zum Kasten und dann zu späterer Stunde erneut auf das Gelände. So konnten wir z.B. am Montagabend eine 90 minütige Live-Show vom Kabarettisten Martin Frank sehen.

Schon vor der Eröffnung der BUGA ist auf dem Gelände ein komplett neuer Stadtteil entstanden. Die meisten der neu erstellten Häuser sind vom Bauträger entweder mit speziellen Materialien oder anderen Innovationen erstellt worden. Die Architektur ist auf jeden Fall sehenswert und in vielen Fällen auch ansprechend.

Da das BUGA-Gelände recht weitläufig ist, gibt es auch ein Bootsshuttle, welches insgesamt drei Haltestellen in regelmäßigen Abständen anfährt.

Ein wenig Abwechslung gab es dann auch noch an einer großen Kletterwand, die auszuprobieren, Bettina sich natürlich nicht nehmen ließ.

Auf dem neu angelegen Karlssee gab es in regelmäßigen Abständen eine kurze Wassershow.

Aber auch die Kunst kam nicht zu kurz.

Unsere Zeitplanung für die BUGA war großzügig und so haben wir dann den zweiten Nachmittag und frühen Abend auf Liegestühlen verbracht und uns möglichst wenig bewegt – wir hatten schließlich über 34°C im Schatten. Abends wurde es dann komplett windstill. Die Tierwelt freute sich, dass die Besucher langsam gingen. Abends, in der Dämmerung, wurde es dann nochmal romantisch.

Insgesamt hat uns die BUGA gut gefallen. Warum allerdings alle Schilder und Hinweistafeln nur in deutscher Sprache gehalten sind, verstehen wir nicht, zumal es etliche ausländische Besucher gab. Die Genußmeile mit lokalen Spezialitäten (Chicken Nuggets, Pizza, Pasta und einmal schwäbische Maultaschen) ist noch ausbaufähig. Aber in anderen Bereichen der BUGA gab es aber noch weitere, durchaus leckere Gastronomie und auch einen schönen Weinstand.

Wir hatten uns eigentlich noch einen weiteren Tag für eine Wanderung oder aber z.B. die Besichtigung von Würzburg freigehalten. Da aber die Temperaturen noch auf 37°C stiegen, haben wir kurzerhand umgeplant und haben den Campingplatz Rhöncamping in Bischofsheim angesteuert. Das liegt auf Strecke Richtung Hannover, ist ein schöner und ruhiger Campingplatz und er hat direkt nebenan ein gerade toll renoviertes Freibad, dessen Nutzung im Preis für den Campingplatz mit enthalten ist. Somit hatten wir dann einen schönen Abschluss mit einem Tag kompletter Erholung.

Es war wieder ein schöner Kurztrip.

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