Fruchtstück

#39 – Indian Summer im Teutoburger Wald

Die Lichtsicht Triennale in Bad Rothenfelde war unser Aufhänger für ein verlängertes Wochenende im Gebiet des Teutoburger Walds und Osnabrück. Weitere Hinweisgeber für die Wanderungen war der Geopark in dieser Gegend und die entsprechenden Wanderungen dazu.

Zunächst sind wir nach Bad Rothenfelde gefahren. Der Stellplatz ist ein normaler, relativ ruhiger Parkplatz sehr zentral zwischen Sportanlage und Gradierwerk. Bei Licht – ach wirklich hell war es nicht – wollten wir uns zunächst den Ort ansehen. Das Gradierwerk besteht aus zwei Teilen, die jeweils umrundet werden können und ist extrem beeindruckend. Es ist eine Wegstrecke von etwa einem Kilometer entlang der wasserüberspülten Wände mit Schwarzdornzweigen.

Das Ortszentrum ist hübsch aber überschaubar. So gab es von dort aus noch eine kleine Wanderung zum Aussichtsturm Lüdenstein.

Durch den Wald ging es zu einem – nun sagen wir mal architektonisch nicht wirklich geglückten – Turm, der zumindest etwas Aussicht bietet.

Die Wege sind zwar gut ausgeschildert, aber das System ist irritierend: Es folgt dem Motto „Alle Wege führen nach Rom.“

In absoluter Dunkelheit ging es dann zur Lichtsicht. Hierbei werden auf 10.000 m² sämtliche Wände des Gradierwerk mit zahlreichen Projektoren zu bunten Leben erweckt. Es ging um Werke von Künstlern aus aller Welt. Zu jedem Werk konnte man die Hintergründe nachlesen. Nachzulesen auch hier.

Umfallende Personen.

Mittels Jump sich selbst in den Himmel „uploaden“.

Und weiteres, letzteres gegen eine Wasserfontaine projeziert.

Aufgrund des regnerischen Wetters war das nächste Ziel der Piesberg bei Osnabrück. Einfach ausgedrückt: ein Berg mit einem Kraterloch, welches von einem Wanderweg mit Aussichtspunkten umzogen ist. Der Berg ist durch Kohleabbau, Sandsteinabbau (immer noch aktiv) und eine renaturierte Mülldeponie geprägt.

Es gibt drumherum auch mehrere Museen (sie waren coronabedingt geschlossen), eine für Besucher wieder aktivierte Feldbahn, ein Arboretum und mehr. Ein Besuch, der sich lohnt!

Wir sind nahe der Feldbahn in den 8 km langen Rundweg eingestiegen. Man kann aber fast überall beginnen.

Dann steil die Treppen hinauf zur Aussichtsplattform. Dort stehen auch Windkrafträder. Nicht zu Unrecht, der Regen kam nun waagerecht.

Auch ein Bus fährt (vermutlich in den Sommermonaten) hinauf.

Weitere Aussichtspunkte folgen und ein wirklich schöner Weg durch den Wald.

Relikte aus vergangen Tagen. Hier sieht man, die Natur erobert das Gebiet zurück.

Da es mit Wandern im Teutoburger Wald weitergehen sollte, fuhren wir zum Stellplatz in Georgsmarienhütte an der Schützenstraße. Am Waldrand ganz ruhig und ok, auf der anderen Seite standen Baugeräte deponiert.

Der Tag war noch nicht zu Ende und wir mussten uns erstmal aufwärmen. Eine gute Gelegenheit zum Backen von Apfelmuffins mit dem Omnia:

Am nächsten morgen mussten wir erst noch den Regen abwarten. Nach dem Mittagessen dann endlich raus zum Wandern. Vorbei am Varusturm und weiter bis hoch zum Herrmannsturm (beide wegen Sanierung geschlossen).

Zumindest gab es auch so herrliche Ausblicke in einen bunten Indian Summer Wald, der sich bei Sonne besser gemacht hätte.

Den Sonnenuntergang an unserem nächsten Schlafplatz haben wir fast verpasst. Am Waldgasthaus Röwekamp in Dissen am Teutoburger Wald kann man bei herrlicher Aussicht stehen. Auch das Restaurant kann man nutzen, wenn es gerade geöffnet hat. Nachts ist hier jedoch einiges los: Hintz und Kuntz treffen sich zum Aussicht genießen, Bier trinken und manchmal leider auch Party machen (bitte nicht!).

Die Wanderung ging zum Aussichtsturm Steinegge. Trotz des Nebels eine umwerfende Aussicht in das Land und die bunten Bäume.

Durch gelbes Laub …

… bis zu den Kalksinterterrassen bei Dissen. Unter den ganzen Blättern sind die optisch eher unspektakulären Terrassen kaum zu finden.

Vorbei an der Großen Rehquelle.

Zurück über Ascher Egge. Da schaute die Sonne raus und die bunte Welt war komplett.

Vorbei an der Holzernte …

… zurück am Waldesrand.

Vor den Corona Einschränkungen wieder nach Hause. Schade.

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