Fruchtstück

#22.4 – Wien Teil 1: Dom, Hofreitschule, City, Kirchen und Hundertwasser

Mit einer Übernachtung auf einem Stellplatz in Bad Schallerbach führte uns der weitere Weg nach Wien. Während der Fahrt suchten wir per Mail den Kontakt zu einem anderen Pössl-Freund aus dem Forum, mit dem wir uns Monate zuvor über technische Lösungen ausgetauscht hatten. Seine Aufforderung „wenn ihr mal hier in Wien seid“ haben wir kurzentschlossen aufgegriffen. Und… Es kam promt eine Antwort. Wir verabredeten uns zum Treffen am Stellplatz. Zum Glück haben die ja Platznummern, gesehen hatten wir uns bis dahin ja noch nicht. Auch sonst wussten wir gar nichts voneinander. Die Freude beim ersten Aufeinandertreffen war riesig und wir wurden sofort zum Abendessen in ihrem Zuhause eingeladen. Cool! Es war ein herrlicher Abend in der Familie und auch die zwei Söhne kamen hinzu. Interessanterweise stellten sich in den Gesprächen etliche Gemeinsamkeiten zwischen uns heraus. Natürlich bekamen wir noch einige Tipps aus erster Hand. Besser kann so ein Trip doch nicht starten!

Trotz ihrer Arbeit und ohne vorherige Planung meldeten Sie sich nochmals und sie holten uns erneut ab, um gemeinsam mit allen zum Heurigen zu fahren. Welch ein schöner Abend! Als Hochdeutschler konnten wir auch noch das eine oder andere Wort dazulernen und österreichische Spezialitäten genießen. Einen ganz lieben Dank für die herzliche Umsorgung!

Am nächsten Tag ging es dann mit unserem Sightseeing los. Mit der U-Bahn ging es von der Perfektastraße direkt in das Herz der City zum Stephansdom. Der ist als Hauptattraktion gut besucht. Auch ein Besuch auf dem Nordturm, der über einen Aufzug zugänglich ist, lohnt sich.

Wir schlenderten durch die Stadt, vorbei an der Kirche St. Peter.

Vorbei an Geschäften und durch hübsche Passagen…

… zur Hofburg.

Da uns nicht so sehr der Sinn nach Pferdedressur und Spanischer Hofreitschule steht, waren wir ganz begeistert, einen Hinweis auf eine Architekturführung in der Spanischen Hofreitschule entdeckt zu haben. Viele Führungen sind ausgebucht, so dass wir gleich die Karten im voraus gekauft haben. Dazu später mehr.

Zunächst ging es weiter. An der hübschen Schottenkirche entdeckten wir einen Ostermarkt. Nie im Leben haben wir so viele Ostereier auf einem Haufen gesehen!

Die bedeutende neogotische Votivkirche punktet mit hübschen Glasfenstern und bemalten Decken und Wänden.

Immer waren wir per U-Bahn unterwegs, auch wenn wir viel gelaufen sind.

Die Karlskirche ist schon besonders. Aufgrund von Renovierungsarbeiten musste ein Fahrstuhl eingebaut werden, diesen nutzt man zusätzlich auch für die Touristen, um einen Blick aus einer anderen Perspektive zu bieten. Das ist soweit gelungen, zumal parallel die riesige Kunstinstallation „Aeroscene“ zu sehen war. Es handelt sich um teils verspiegelte Kugeln von 7 bis 10 Meter Durchmesser , die im Raum hängen und auf die Umwelt aufmerksam machen sollen. Optisch ein echter Hingucker.

Der Naschmarkt ist super für warme Tage. Leider war es schweinekalt und wir konnten nur mit sehr viel Mühe und Warten einen kleinen Drinnen-Platz bei einem guten Türken ergattern.

Das Kunstmuseum Albertina mussten wir zeitbedingt auslassen.

Auf dem Weg zu Hofreitschule entdeckten wir dicht bei die Kirche St. Augustin. Hier gibt es eine engagierte Gemeinde, die einen Ostermarkt organisert hatte. Ganz exquisiter Kuchen und viel Selbstgemachtes. Wir brachten uns einige Marmeladen mit und lernten, was ein Uhudler ist. Schaut mal hier in der Wikipedia. Das ist sehr interessant und auch lecker!

Nun aber die Architekturführung in der Spanischen Hofreitschule.

Wir konnten ansehen, wie die Pferde in der Stallburg untergebracht sind.

Natürlich auch der Saal der Winterreitschule aus verschiedenen Persektiven.

Und letztlich das spannenste, die Dachetagen der Winterreitschule bis ganz oben unter den Giebel.

Mit einem grandiosen Ausblick aus den Dachfenstern.

Sowohl von den Örtlichkeiten und auch den fachlichen Erläuterungen ein gelungenes Highlight (für Architektur- und Fotofans).

Der nächste Tag war mehrheitlich Hundertwasser gewidmet. Zunächst starteten wir mit dem Museum KUNST HAUS WIEN. Das Haus selbst ist wie immer beeindruckend. Noch besser waren die zahlreichen ausgestellten Bilder von ihm. Leider war die Beschriftung verbesserungswürdig, da sehr schwierig zu lesen, ohne Kontrast und in wilder sprachlicher Mischung. Hundertwasser hatte schon sehr skurile Gedankengänge, die er einfach in seiner ganz eigenen Art in Kunstwerke verpackte. Hier und da fand ich mich in den komischen Überlegungen wieder – ein wenig verrückt.

Dann hinüber zum nahegelegenen Hundertwasserhaus und der Hundertwasser Village. Immer einen Besuch wert!

Viel gelesen haben wir zum Tagesabschluss im Museum des Architekturzentrums Wien, welches neben dem schwarzen Klotz des mumok (Markantes Museum für Moderne Kunst) liegt.

Habt ihr gewusst, dass Wien um 1096 mit 1,8 Mio. Einwohnern weltweit die sechstgrößte Stadt nach London, New York, Paris, Berlin und Chicago war? Heute sehen die Einwohnerzahlen ganz anders aus: Statt London mit 6,9 Mio. ist es nun Tokio mit 38 Mio., gefolgt von Jakarta und Delhi.

Und immer wieder mal spacige U-Bahnstationen, wie diese am Westbahnhof.

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