Fruchtstück

#16.4 – Marillen ohne Ende in der Wachau

Nun das Highlight des Urlaubs, die Wachau. Mittags sind wir in Ybbs an der Donau angekommen und haben uns direkt für eine Besichtigungstour für das Wasserkraftwerk und die Schleuse Ybbs-Persenbeug angemeldet. In Ybbs haben wir kostenfrei auf dem Stellplatz direkt an der Donau übernachtet und uns abends die kleine Stadt angesehen.

Am nächsten Morgen strahlte endlich wieder die Sonne. Perfekt für eine Wanderung in der Ysperklamm. Dort hätte ich am liebsten bleiben wollen. Genial.

Es ging aber noch weiter zum Stift Melk. Ein riesiges, prachtvolles Barockkloster aus dem 11. Jahrhundert. Das muss man gesehen haben und eine Führung ist ein Muss.

Die nächste Übernachtung war dicht bei. In Pömling standen wir auf dem Stellplatz des Gasthauses Langthaler. Sicherlich die abgefahrenste Übernachtung des Urlaubs: Wir standen 2m vor dem eigenen Gehege mit Rotwild. Die Tiere waren ganz heiß auf die vom Apfelbaum heruntergefallenen Äpfel. Abends konnten wir auch noch im Gasthaus speisen. Allerdings war es der falsche Tag, so gab es nur eine kleine Karte mit einfachen Gerichten.

Den Anstieg zur Ruine Hinterhaus bei Spitz haben wir als Sportprogramm angesehen. Von der Ruine ist nicht mehr viel übrig. Aber es sieht nett aus und der Blick von oben hervorragend.

Dürnstein wird vom Stift Dürnstein bestimmt. Der blau-weiße Kirchturm direkt an der Donau ist schon von weitem zu sehen und sehr markant.

Anschließend ging es hoch zur Ruine Dürnstein. Wieder ein bombastischer Ausblick. Entgegen allen Vermutungen ist man dort oben allerdings nicht alleine.

Übernachtet haben wir beim Parkplatz des Heurigen Baumgartner in Langenlois. So konnten wir uns abends ein zünftiges Mahl mit Wein munden lassen. Einzig auf dem Weg dorthin hat uns unser Navi einen Streich gespielt. Anstatt auf der Landstraße zu fahren, hat es uns auf direktestem Weg durch die Weinberge gejagt. Die Straßen, wenn man die Wege überhaupt so nennen konnte, waren einspurig, genauso breit wie unser Fruchtstück, meist tief im Berg und sie gingen steil auf und ab. An einer Kurve war es so eng, dass ich fünfmal rangieren musste. Ein Wendemöglichkeit gab es nicht. Zum Glück waren wir irgendwann tatsächlich am Ziel angekommen.

Krems, ist einer der größeren dieser hübschen Wachau-Orte. Die alten Städte laden zum Bummel durch die Gassen ein. Auf dem Weg haben wir noch die Piaristenkirche und den Dom angesehen.

Das nächste Ziel war eine echte Entdeckung: Der Marillenerlebnisweg bei Angern. Es handelt sich um einen ausgewiesenen Wanderweg durch Marillenplantagen und Weinstöcke. Es ist sogar erlaubt, die Marillen (für die Deutschen: Aprikosen!) von den Bäumen zu essen! Sammeln und Auflesen ist nicht erlaubt. Nur der direkte Verzehr. Mann, ist das lecker! Das macht süchtig. Und ein wirklich hübscher Weg. Später haben wir uns nochmal eine Schale von den vielen Verkaufsständen am Wegesrand gekauft.

Schon von dort aus der Ferne haben wir das Benediktinerstift Göttweig gesehen und direkt mit eingeplant. Das war eine sehr gute Entscheidung. Es gibt dort viel zu sehen: Museum, Ausstellungen, das größte Barocktreppenhaus Österreichs und eine wunderhübsche Stiftskirche.

Von Rossatzbach aus konnten wir sofort die Dürnsteiner Kirche vom anderen Donauufer aus wiedererkennen. Das Tanken unterwegs auf dem Dorf war dann auch recht interessant: Die Großmutter liest den Preis von der Zapfsäule ab und ruft ihn rüber nach drinnen zum Sohn, der dann den Wert in den Kartenleser eingibt. Aber der Dieselpreis war auf jeden Fall günstig.

Zur Burgruine Aggstein gibt es einen beschilderten Wanderweg und einen großen Wanderparkplatz. Eine ordentliche Tour nach oben. Aber es lohnt. Es gibt viele Häuser und Reste zu beschauen und wie bei all den Burgen, ein Wahnsinnsausblick über die Donau.

Abends wollten wir uns ein leckeres Menü gönnen. Das ist uns auch geglückt im Hotel Residenz Wachau in Aggsbach Dorf. Es war – verbunden mit dem Essen – auch gestattet dort zu übernachten. Mitten auf der grünen Wiese vor dem Hotel. Wunderschön.

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