Fruchtstück

#13 – Göttingen

Auch Göttingen gehört zu den Städten, die wir mit einem Wochenendkurztrip besucht haben. Stellplatztechnisch sieht es in Göttingen recht gut aus. Es gibt relativ zentrumsnah den Stellplatz „Badeparadies Eiswiese“ mit 28 Plätzen. Prinzipiell ist es ein Parkplatz in der Nähe vom Schwimmbad. Mit etwas Glück kann man aber so parken, dass man eine kleine Wiese beim Stellplatz hat.

Mit dem Fahrrad ist man in wenigen Minuten im Zentrum. Und klar, als Erstes haben wir erst einmal das Göttinger Wahrzeichen, den Gänselieselbrunnen angesteuert.

Dahinter befindet sich auch gleich das Rathaus mit Touristeninformation und einer beeindruckenden Eingangshalle.

Um einen Überblick über die Innenstadt zu erlangen, bietet es sich in Städten immer an, zu schauen, ob man auf irgendwelche Kirchtürme klettern kann. In Göttingen gibt es dazu gleich zwei Möglichkeiten, die nicht weit auseinanderliegen.

Wir haben mit der St. Jacobi Kirche angefangen. Hier gibt es „normale“ Treppen.

Die Aussicht über die Stadt ist super.

Aber auch das Kirchenschiff von St. Jacobi ist mit seiner Ausmahlung mit geometrischen Formen recht außergewöhnlich gestaltet, geht aber auf die Renaissance zurück.

Die moderne Kunst in Form eines fünfteiligen Fensterzyklus von Johannes Schreiter kam erst 1997/98 hinzu und zeigt den 22. Psalm in Farbe, Linie und Licht.

Danach ging es dann zur St. Johanniskirche, deren Turmbesteigung deutlich anspruchsvoller ist. Die Fotos werden es zeigen …

Nach steilen Stiegen

ging es vorbei an Glocken

gefolgt von steilen Stiegen

oder vorbei an einem Glockenspiel,

bis man oben angekommen, die fantastische Aussicht genießen kann.

Beachtenswert ist auch dieses kleine Detail: Die Halterung für die Drähte der ersten elektrischen Telegrafenleitung (Details siehe weiter unten).

Man erwartet es kaum aber Göttingen hat auch einen eigenen kleinen Berg, den 332m hohen Kleperberg. Zwischen 1894 und 1895 wurde dort, mit Einverständnis von Bismarck, der 31 Meter hohe Bismarckturm gebaut.

Im zweiten Obergeschoss gibt es einen Bismarck-Gedächtnisraum inkl. entsprechender Büste.

Nachdem man den Turm vollständig erklommen hat, hat man bei gutem Wetter eine super Aussicht in alle Himmelsrichtungen.

Einer der bekanntesten Köpfe der Stadt ist der Mathematiker Johann Carl Friedrich Gauß. Um mehr über ihn zu erfahren, kann man an einigen Sonntagen (genaue Termine siehe Homepage Göttinger Tourismuszentrale) eine interessante Themenführung mit dem Titel „Sternstunden der Mathematik“ buchen. Man erfährt in den 2,5 Stunden des Rundgangs viel über Gauß und besichtigt zum Abschluss die ansonsten nicht zugängliche „Historische Sternwarte“.

Das Foto zeigt den Arbeitsplatz von Gauß.

Und hier noch ein Blick in die Kuppel.

Mit dem Physiker Wilhelm Weber erfand und installierte Gauß 1833 den ersten elektromagnetischen Telegrafen der Welt. Ihn verband ein Doppeldraht von ca. 1,1km Länge vom „Physikalischem Kabinett“, dem Arbeitsplatz von Weber, über die „Johanniskirche“ zur „Historischen Sternware“ (damals noch ‚Neue Sternwarte‘). Eine Gedenktafel an der Sternwarte erinnert daran.

Was wäre Göttingen ohne seine botanischen Gärten. Es gibt davon gleich mehrere. Wir fangen mit dem „Alten botanischen Garten“ an, der fußläufig aus der Innenstadt erreichbar ist. Der Eintritt ist, inkl. Schauhäuser, frei.

Auf verwunschenen Wegen kann man einfach durch die Gärten schlendern und die Natur genießen.

Etwas weiter außerhalb liegt der „Experimentelle botanische Garten“, der ein Versuchsgarten der Uni Göttingen ist. Es empfiehlt sich hier mit dem Reisemobil direkt hinzufahren. Allerdings ist die Parkplatzsituation an Wochentagen etwas begrenzt, da parallel natürlich Unibetrieb ist. Aber wenn man relativ früh eintrifft, sind auch Parkplätze kein Problem. Auch hier ist der Eintritt frei.

Bei schönstem Wetter hatten wir ein entspanntes, erlebnisreiches und schönes Wochenende in Göttingen.

Ein Kommentar zu “#13 – Göttingen

  1. Dagmar Klinge

    Hallo, danke, dass ihr uns an eurer Reise teilnehmen lasst, danke, für die schönen Fotos.

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